Klima 2021: Die Wirtschaft muss umstrukturieren

Andrea Holenstein

Gast Autor:in

Senior Beraterin

Gerade mal 7 Prozent CO2-Reduktion brachten die Corona-Pandemie-Lockdowns 2020. Dabei wären 70 - 80 Prozent nötig. 2021 braucht es dringend weitere Klimaschutz-Taten.

2021 brauche es grosse Innovationen, Verhaltensänderungen und die Umstrukturierung von Sektoren und Lieferketten, um die neuen EU-Klimaziele umzusetzen, schreibt Spiegel Wissenschaft am 31.12.2020. Denn die 7 Prozent C02-Reduktion durch die Corona-Pandemie ist ein Tropfen auf einen heissen Stein: 70 - 80 Prozent Reduktion bräuchte es, um den Temperaturanstieg zu stoppen. «Mit 2021 starten wir in das entscheidende Jahrzehnt, das das Klima unseres Planeten für den Rest des Jahrhunderts prägen wird», so der Spiegel. Gemäss Weltklimarat müssen in diesem Jahrzehnt die CO2-Emissionen weltweit halbiert werden.

2021 möglicherweise ein nasser Sommer, langfristig jedoch immer heisser

Eine verheerende Welle von Wetterextremen sei rund um die Welt beobachtbar, konstatiert der Spiegel. Auch wenn der Sommer 2021 nach drei trockenen Jahren nass werden könnte, so bringt uns die Erderwärmung langfristig immer heftigere Hitzewellen, Extremregen, Tropenstürme, Dürren und Waldbrände.

Klimapolitische Weichen werden 2021 gestellt

Im November 2021 findet in Glasgow die Uno-Klimakonferenz statt. Die Teilnehmer sollen dazu bewegt werden, ihre Emissionen weiter zu verringern. Aktuell wollen die EU, Japan und Südkorea bis 2050 klimaneutral werden, China bis 2060. Laut einer Studie des Climate Action Trackers - so der Spiegel - würde die Umsetzung dieser Ziele die globale Erwärmung auf 2,1 Grad begrenzen. Das Pariser Abkommen von 2015 verlangt jedoch eine Reduktion auf 1,5 Grad. Der zukünftige US-Präsident Biden nennt die Klimakrise - zu Recht - eine «existentielle Bedrohung». Er will ab 2035 alle Kraftwerke CO2-frei machen und bis 2035 soll  ganz Amerika klimaneutral sein.

5200 Milliarden US-Dollar indirekte Subventionen für fossile Energien

«Einen schlichten Irrsinn» nennt der Spiegel schliesslich die indirekte Subvention fossiler Energien in der Höhe von 5200 Milliarden US-Dollar. Und er verlangt als konkreten, wirkungsvollen Schritt, dass wer CO2 produziert, nach dem Verursacherprinzip und weltweit koordiniert zur Kasse gebeten wird.

Foto: https://unsplash.com/@katertottz

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